Kiefernweg-Einmündung: Die kürzeste Einbahnstraße der Stadt

Die Einmündung des Kiefernwegs in die Richard-Zanders-Straße dürfte locker die kürzeste Einbahnstraße Bergisch Gladbachs sein: Mit gefühlten 2 Autolängen macht sie den Anwohnern die Ausfahrt aus der Siedlung nicht unbedingt leichter. Nicht ganz klar ist, ob die Errichtung des Schildes mit einer zwischenzeitlichen Baustelle zu tun hat (dort hatten Baumwurzeln die Gehwegplatten angehoben), oder ob diese Kreuzung tatsächlich einen Unfallschwerpunkt darstellt. Fest steht, dass die Stadt das Hinweisschild neuerlich errichten ließ, nachdem es im vergangenen Jahr einmal von Unbekannten demontiert worden war. Freuen wir uns über diese bürokratische Sehenswürdigkeit 😉

Foto: Till Erdmenger. Gerne dürfen Sie die Fotos für den privaten Gebrauch speichern, für eine gewerbliche Nutzung benötigen Sie jedoch eine schriftliche Lizenz des Urhebers.

Aktuelle Fotos aus der Gartensiedlung

In Kontrast zu unserer Sammlung historischer Fotos zeigen wir Ihnen hier aktuelle Fotos aus der Gartensiedlung Gronauer Wald. Die Fotos zeigen überwiegend jene Häuser, die noch als historische Zeitzeugen zu erkennen sind und setzen sie stets in Zusammenhang mit den glücklicherweise doch noch vorhandenen Pflanzen und Bäumen, die für unsere Siedlung namensgebend und ortsbildprägend sind.

Alle Fotos © Till Erdmenger. Gerne dürfen Sie die Fotos für den privaten Gebrauch speichern, für eine gewerbliche Nutzung benötigen Sie jedoch eine schriftliche Lizenz des Urhebers.

Historische Fotos aus der Gartensiedlung

An dieser Stelle haben wir viele historische Fotodokumente aus der Vergangenheit unserer Siedlung zusammengestellt. Wir sind stets auf der Suche nach weiteren alten Fotos – wenn Sie solche in Ihren Fotoalben oder im Schuhkarton auf dem Speicher haben, würden wir uns freuen, wenn Sie Kontakt aufnähmen und uns ermöglichten, solche Fotos für diese Sammlung zu scannen. Bitte klicken Sie dazu oben einfach auf den Menü-Punkt „Kontakt“. Danke!

Begrünen Sie Ihre Fassade!

Mit Efeu überwucherte Fassaden gab es wohl schon in der Antike – aber erst im späten 19. Jahrhundert wurde die gezielte Begrünung von Hauswänden architektonisch eingeplant. Dazu wurden und werden Rankhilfen (sie haben viele Namen: Rankgitter, Spalier, Kletterhilfe) verwendet, die den Pflanzen das vertikale Wachstum erleichtern bzw. ermöglichen.

Romantisch bewachsene Bauwerke sehen nicht nur toll aus, sie bieten auch eine Reihe von wichtigen Vorteilen. So haben die Pflanzen eine temperaturausgleichende Wirkung, sie dienen also als Schutz vor Kälte im Winter und vor Hitze im Sommer. Sie binden Feinstaub, befeuchten und kühlen die Luft und sorgen damit für ein sauberes, frisches Stadtklima. Die Pflanzenwurzeln sorgen für eine gute Drainagewirkung und verhindern Staunässe am Fundament, indem sie das Erdreich auflockern. Die Pflanzen bieten Vögeln und Insekten einen Lebensraum. Sie wirken schallschluckend und das Grün ruft positive Emotionen hervor.

Auch die historischen Bauvorschriften für die Gartensiedlung sahen begrünte Fassaden vor: „… Beerenobst, einige Ziersträucher und Stauden fehlen nirgends; die Hauswände sind mit Spalierobst oder blühenden Gewächsen berankt“ (aus den Bauvorschriften  von Zanders). Wie in der Gestaltungsfibel nachzulesen ist, sollten dafür nach historischem Vorbild profilierte Holzgerüste mit einem Raster von etwa 30–35cm benutzt werden – aber auch verspannte Drähte seien akzeptabel, solange die Rankhilfen die Elemente der Fassade gliedern, anstatt sie durch eigenständige Formen zu stören. Wer noch originale Baupläne von seinem Haus hat, kann sich dort Anregungen holen.

Wichtig ist die Auswahl geeigneter Pflanzen, denn nicht alle Rank- und Kletterpflanzen vertragen sich mit einem klassischen Rankgitter, wie es zur Bauzeit typisch für die Gronauer Waldsiedlung war. Tatsächlich kann eine Rankhilfe für die eine Pflanze wuchsbehindernd wirken, während sie für andere hilfreich ist. Bedenken muss man außerdem, dass beispielsweise  der klassische Efeu gerne in jede Ritze hineinwächst, einige Pflanzen mit der Zeit dicke Stämme und Wurzeln bilden, die Schäden an der Fassade oder an Rohren im Erdreich hervorrufen können und die Begrünung für zusätzliches Ge-wicht an der Fassade sorgt. In diesen Gesichtspunkten sollten Sie sich fachmännisch beraten lassen. Von der Ästhetik des vielen Grüns in unserer Siedlung können Sie sich dagegen ganz leicht selbst bei einem Spaziergang überzeugen und in Gedanken schon mal überlegen, ob Sie Ihr Heim nicht auch mit einer berankten Fassade verschönern wollen.

Text: Till Erdmenger
Aus dem Infobrief 4/2017

Ein Relikt aus vergangenen Zeiten – die Milchklappe

 

An einigen der alten Häuser im Gronauer Wald findet man noch ein seltenes Detail: Die sogenannte Milchklappe. Seinerzeit entwarfen die Architekten der Gartensiedlung diese pragmatische Lösung einer Öffnung in der Hauswand, die von innen wie von außen mit einer Holzklappe verschlossen war. In diese stellte in alten Zeiten der Milchmann die Kanne mit der frischen Milch. Der Brötchenjunge legte die frischen Brötchen dort hinein. Von innen konnten die Bewohner dann die Lebensmittel unversehrt direkt in ihre Küche hereinholen. Da konnte Nachbars Katze nicht an der Milch schlecken und auch die Brötchen blieben frisch und wurden nicht vom Regen durchweicht, wenn die Hausbewohner nicht zugegen waren oder zu früher Stunde noch im Bett lagen. Heute fährt kein Milchmann mehr durch die Straßen und auch die Brötchenjungen gibt es heute nicht mehr. Der Sinn und Zweck dieser Milchklappen ist seit langem nicht mehr gegeben, deshalb wurden viele mit der Zeit einfach zugemauert und sind daher nicht mehr aufzufinden. Vielleicht wäre es ja in der heutigen Zeit der Online-Bestellungen und der Vielzahl unterschiedlicher Lieferdienste eine Überlegung wert, sein Haus mit einer modernen Version der guten alten Milchklappe auszustatten – heutzutage natürlich mit App-Überwachung!

Text: Rolf Schwarzenberg, Monika Kirch-Kammermeier, Till Erdmenger – Aus dem Infobrief 4/2017
Foto: Till Erdmenger. Gerne dürfen Sie die Fotos für den privaten Gebrauch speichern, für eine gewerbliche Nutzung benötigen Sie jedoch eine schriftliche Lizenz des Urhebers.

Forderung des Freundeskreises umgesetzt

Wenn die Stadt Bergisch Gladbach im Frühjahr die Bevölkerung am Putztag  wieder zum „Großreinemachen“ im Stadtgebiet aufruft, dürften die freiwilligen Helfer in der Gronauer Waldsiedlung  diesmal etwas weniger Arbeit haben. Der Grund: Am Fußweg zwischen Richard-Zanders-Straße und der Straße Am Birkenbusch (parallel zum Gronauer Waldweg) hat die Stadt jetzt einen Papierkorb aufgestellt. Dies hatte der Freundeskreis schon seit längerem gefordert.

Text: Rolf Schwarzenberg
Aus dem Infobrief 4/2017

Tag des offenen Denkmals 2016

Zum „Tag des offenen Denkmals“ war der Freundeskreis mit einem eigenen Stand auf dem Stadt- und Kulturfest Bergisch Gladbach vertreten – hier konnten sich Interessierte informieren und in historischen Fotos stöbern. Als besonderes Highlight bot der Freundeskreis an diesem Tag mehrere Führungen durch die Gartensiedlung Gronauer Wald an, davon eine auf Segways!