26.02.21: Pflege für unsere neuen Bäume

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Baumpflanzaktion,
in Ergänzung zu unserer Baumpflanzaktion möchten wir anregen, die jungen Bäume mit einem Kalkanstrich als Stammschutzfarbe zu versehen.

Seit Jahren nehmen Stammschäden an frisch gepflanzten Bäumen zu. Diese entstehen durch Sonneneinstrahlung bei Jungbäumen nach dem Verpflanzen aus dem geschützten Baumschulquartier auf Solitärstandorte und werden – je nach Ursache – als Sonnennekrose oder Frostrisse bezeichnet. Stammschutzanstriche sind ein geeignetes Gegenmittel.

Nach unserer erfolgreichen Baumpflanzaktion im Dezember 2020 möchten wir nun in einem zweiten Schritt einen vorbeugenden Pflanzenschutz ermöglichen. Der Freundeskreis und das Streuobstwiesennetzwerk haben eine Stammschutzfarbe besorgt, die gegen eine kleine Spende am Freitag, den 26.02.2021 um 10 Uhr am Platz „An der Eiche“ z. B. in einem leeren Marmeladenglas abgeholt werden kann. Ein kleiner Vorrat an Pinseln liegt ebenfalls bereit.

Empfehlungen für die Verwendung von Stammschutzanstrichen finden Sie in beigefügter Abbildung. Für Fragen stehen wir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Die Baumschutzsatzung
in der Gartensiedlung Gronauerwald

Seit 2014 gilt für die Gartensiedlung eine Satzung, die Bäume und Hecken schützt. Der Bereich zwischen den Gewerbegebieten Gohrsmühle und Zinkhütte wird als wichtige Verbindung zwischen Schluchter Heide und Lerbachaue gesehen, welche durch zumeist freistehende und zum Teil über 100 Jahre alte Bäume geprägt wird. Die Bäume und Hecken sorgen für ein markantes und charakteristisches Bild der Siedlung. Sie gliedern und beleben das Ortsbild, verbessern die Lebensqualität und das Mikroklima, dienen der Luftreinhaltung und bieten vielfältigen Lebensraum.
Laut Satzung sind daher folgende Pflanzen geschützt: Laubbäume und Wald-Kiefern, mehrstämmig ausgebildete Bäume, Obstbäume und Hecken ab 1 m Höhe (Liguster, Weißdorn und Hainbuche). Diese Arten entstammen dem gestalterischen Ursprungskonzept und gliedern bis heute augenfällig den Siedlungscharakter. Andere Arten sind nicht geschützt.
Die Baumschutzsatzung hilft uns, den Charakter der Siedlung zu erhalten. Sie bedeutet aber auch, dass die Bewohner der Siedlung angehalten sind, das typische Aussehen dieser Pflanzen zu erhalten und zu schützen. Schädigungen, wie z.B. das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln und auch die Anwendung von Streusalz sind zu vermeiden.
Trotz der Aussage „Baurecht bricht Baumrecht“ hat die Vorschrift auch zur Folge, dass bei Beantragung von Baugenehmigungen die vorhandene Pflanzung angegeben werden muss. Bei der Beseitigung eines geschützten Baumes kann die Stadt auf einer Ersatzpflanzung oder einer Ausgleichszahlung für zweckgebundene Grünholzpflanzungen im Satzungsgebiet bestehen.
Sie finden die Satzung im Wortlaut hier.
Der Stadtrat hat inzwischen beschlossen, für das gesamte Stadtgebiet wieder eine Baumschutzsatzung aufzustellen. Außerdem hat StadtGrün einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, die Vorgartengestaltung durch städtische Vorgaben zu beeinflussen. Steinvorgärten sollten in Zukunft vermieden werden.