Wachendorff: Ein neues Quartier in der Nachbarschaft

An der fleissigen Strunde ist Zanders nicht die einzige Papierfabrik (gewesen) – in unmittelbarer Nähe zu unserer Siedlung gab es bis vor rund 20 Jahren an der Kradepohlsmühle auch die Papierfabrik Wachendorff. Dort soll in den kommenden Jahren ein neues Wohnquartier entstehen. Neben Wohnraum sollen dort ein Boardinghouse, soziale Einrichtungen und Gastronomie entstehen. Nach unseren Informationen werden einige der historischen Industriebauten erhalten bleiben und in die Entwicklung des Areals einbezogen werden. Dies war schließlich der Anlass, Kontakt zum neuen Eigentümer aufzunehmen und die Erlaubnis für eine Besichtigung und Foto-Tour einzuholen.

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Stetige Baumpflege in der Siedlung

Im Rahmen unserer großen Baumpflanzaktion sind nicht nur sehr viele Bäume in privaten Gärten der Siedlung gepflanzt worden, sondern auch etliche Bäume im öffentlichen Raum. Um die Pflege dieser noch jungen Bäume – insbesondere der Eichen – hat sich am vergangenen Wochenende Thomas Klostermann gemeinsam mit Michael Müller und Milan Jezovsek gekümmert. Die Bäume erhielten einen biologischen Schutz gegen den Eichen-Splintkäfer. Vielen Dank für Eure Mühe!

2. Zoom-Meeting des Freundeskreises am 28.04.2021

Liebe Nachbarn, liebe Freunde – nach unserem erfolgreichen „Test“ Ende März planen wir das nächste virtuelle Treffen des Freundeskreises für den 28.04.21. Für alle, die noch nicht dabei waren: Wir verwenden dafür die freie Version von Zoom. Diese Anwendung kann über den Browser betrieben werden oder als App auf einen Computer/ein Tablet geladen werden. Die Zugangsdaten senden wir kurzfristig per E-Mail an alle, deren Adressen wir haben. Die kostenlose Version von Zoom ist auf eine Dauer von 40 Minuten beschränkt. Damit wir in aller Ruhe über alles wichtige sprechen können, setzen wir unsere Videokonferenz nach der Unterbrechung einfach fort – dazu müsst Ihr ganz einfach nur nochmals den Einladungslink anklicken.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Euch! Wer glaubt, die technische Hürde sei zu hoch: Meldet Euch einfach rechtzeitig bei einem von uns, wir helfen gerne! Bis dahin!

Infobrief 8-2021 zum Nachlesen

Der aktuelle Infobrief #8-2021 wurde bereits vor etlichen Tagen in der Nachbarschaft verteilt. Falls Sie ihn noch nicht erhalten haben oder unsere Beiträge später nochmals nachlesen möchten, steht Ihnen hier der aktuelle Infobrief zum Download zur Verfügung. Ältere Ausgaben finden Sie unter der Rubrik „Downloads“ ebenfalls. Download: Infobrief 8-2021 (PDF)

Historische Bauvorschriften für die Gartensiedlung

Es ist überaus interessant, mit welchen Ideen und Vorschriften die Gründer der Gartensiedlung die Gestaltung unserer Nachbarschaft geprägt haben. Aus verschiedenen historischen Schriften haben wir einmal einige interessante Punkte zusammengetragen. Inwieweit diese Vorstellungen noch in heutigen Bauvorschriften oder Satzungen enthalten sind, haben wir nicht geprüft.

Quellen:

  • Entwicklung des Bau- und Wohnungswesens in Bergisch Gladbach, 1908 und 1914, Anna Zanders
  • Gesellschaftsvertrag und Bauvorschriften der Gemeinnützigen Gartensiedlungsgesellschaft Gronauer Wald m.b.H., 1913
  • Kauf-Vertrag und Erbbesitz-Vertrag der Gemeinnützigen Gartensiedlungsgesellschaft Gronauer Wald m.b.H., 1913
  • Satzung der Gemeinnützigen Ansiedler-Genossenschaft Gronauer Wald, 1913
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Der Freundeskreis hat „Zoom“ gemacht …

Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir alle neue Erfahrungen mit Videokonferenzen machen dürfen – deshalb war die Zeit reif dafür, dass auch der Freundeskreis ein solches Treffen anbot. Da wir uns pandemiebedingt seit dem kurzen Intermezzo im vergangenen Sommer nicht mehr gesehen haben, hatten wir für gestern zu einem virtuellen Treffen eingeladen. Mit bis zu 10 Teilnehmern aus dem Freundeskreis war unser 1. Zoom-Meeting aus unserer Sicht ein voller Erfolg – und es hat viel Spaß gemacht! Wir schauen derzeit schon nach dem nächsten Termin, der traditionell wieder an einem Mittwoch stattfinden soll.

Natürlich gab es viele Themen, denn hinter den Kulissen waren Ariane, Frank und Till in den vergangenen Monaten immer aktiv. Es kamen aber auch viele wertvolle Anregungen und Ideen von den anderen Mitgliedern des Freundeskreises dazu, sodaß es in der nächsten Zeit wieder viel zu tun gibt.

Danke an Euch alle für´s mitmachen! Bestimmt werden wir beim nächsten mal noch mehr Freunde versammeln können! Bis dann!

Neue Informationen zur Familie Joschkowitz

Quelle: Jos Gelissen, Heerlen

Anlässlich der Aktion #GlanzstattHetze hatte der Freundeskreis im vergangenen Sommer die Stolpersteine, die vor dem Haus „An der Tent 2“ an Elise und Reinhold Joschkowitz erinnern, poliert. An der Haustür hängt noch heute das Schild mit dem Namen „Joschkowitz“ – auch wenn die jetzige Bewohnerin, die Urenkelin von Elise Joschkowitz, einen anderen Namen trägt. Damals konnten wir mit unserer Aktion ein wenig Licht auf dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte lenken, das vor rund 80 Jahren seine Schatten auch auf die Gartensiedlung geworfen hatte.

Elise und Reinhold Joschkowitz, Mutter und Sohn, waren 1919 von Magdeburg nach Bergisch Gladbach gezogen. Adolph Joschkowitz, der Vater, war früh verstorben, 2 Brüder von Reinhold im 1. Weltkrieg gefallen, die Schwester Annemarie lebte bereits in der Gartensiedlung. In Bergisch Gladbach betrieb Reinhold bis 1938 eine der ersten Tankstellen. Als „Juden“ war die Familie Joschkowitz seit 1933 Opfer von Verfolgung. 1941 wurden Elise und Reinhold zunächst im Stellawerk an der Bensberger Straße interniert, 1943 nach Theresienstadt deportiert. Elise Joschkowitz starb im Konzentrationslager, sie war vorsätzlich mit Typhus infiziert worden. Reinhold kehrte verletzt und an Tuberkulose erkrankt nach Hause an die Tent zurück, wo er 1952 starb.

Diese Details waren bereits bekannt. Nun haben wir zusätzliche Informationen von Herrn Gelissen aus den Niederlanden erhalten. Offenbar hat sich Herr Gelissen detailliert mit Ereignissen des 1. Weltkriegs beschäftigt – mehr wissen wir nicht über ihn. Bereits vor einigen Jahren hatte er durch Vermittlung des Stadtarchivs Kontakt zu Frau Erb, der Urenkelin, gesucht – nachdem diese viele historische Unterlagen ihrer Familie an das Stadtarchiv gegeben hatte. Aus den Informationen, die uns Herr Gelissen nun übermittelt hat, geht hervor, daß Reinhold Joschkowitz – anders, als wir bisher angenommen haben – offenbar als Pilot im 1. Weltkrieg diente. Reinhold war demnach Pilot in Kagohl 1 / Kasta 2 und in Jagdstaffel 4. Sein Bruder Werner Joschkowitz war hingegen Pilot beim „England-Geschwader“, er wurde wurde am 22.08.1917 abgeschossen. Werners Leichnam wurde zunächst auf dem Huisduinen-Friedhof beigesetzt, nach dem 2. Weltkrieg wurde er auf den Soldatenfriedhof Ysselsteyn umgebettet. Auch Paul Joschkowitz fiel. Reinhold Joschkowitz überlebte den 1. Weltkrieg als einziger von drei Brüdern.

Herr Gelissen zitiert schließlich auch aus dem Nachlass der Tochter von Elise, Annemarie Vogt (1887-1984), geborene Joschkowitz, die später in der Zeit der Hitler-Diktatur mit ihren drei Töchtern die Verfolgung durch die Nazis überlebt hat:

In der Zeit des Nationalsozialismus war die als jüdischstämmig geltende Familie Joschkowitz rassischer Verfolgung ausgesetzt. Als ehemaliger Kampfflieger des Ersten Weltkrieges konnte Reinhold Joschkowitz durch persönliche Kontakte zu Hermann Göring eine Zeit lang die Verfolgung begrenzen.

Reinhold Joschkowitz könnte Göring gekannt haben – beide waren Jagdflieger. Laut Herrn Gelissen habe sich Göring mehrfach für ehemalige (jüdische) Fliegerkameraden eingesetzt. Ob das auch im Fall der Familie Joschkowitz der Fall war, lässt sich wohl nicht mehr herausfinden – es gibt im Stadtarchiv jedoch einen Brief, den Elise Joschkowitz an Göring schrieb, um ihren verbliebenen Sohn zu schützen. Wir wissen, daß Reinhold und Elise Joschkowitz dennoch 1941 abgeholt wurden. Die Familie Joschkowitz wurde aber – trotz der beschriebenen Schicksale – nicht eliminiert. Die Überlebenden trafen sich nach dem Krieg in Bergisch Gladbach wieder, die Nachfahren oben noch heute hier. Und es gibt seit einigen Jahren die Stolpersteine vor dem Haus An der Tent, die die Erinnerung aufrecht erhalten.

Quelle: Jos Gelissen, Heerlen
Quelle: Jos Gelissen, Heerlen

Treffen des Freundeskreises am 24.03.21 – per Videokonferenz

Liebe Freunde der Gartensiedlung, seit mittlerweile einem ganzen Jahr gab es (mit zwei Ausnahmen) kein Treffen des Freundeskreises mehr – das wollen wir dringend ändern 😉 Es gibt so viele Themen, die wir hinter den Kulissen angestupst haben und über die wir berichten möchten. Und bis auf zufällige Begegnungen haben wir uns nur selten gesehen. Da Ihr im Laufe der Pandemie aber bestimmt alle schonmal mit Videokonferenzen zu tun hattet, wollen wir gerne versuchen, Euch auf diesem Wege zu einem Treffen einzuladen. Am Mittwoch, dem 24.03.21, ab 19:30 über Zoom. Die Zugangsdaten schicken wir Euch per E-Mail. Wir sind schon ganz gespannt, wie das klappt und wer dabei sein wird!

26.02.21: Pflege für unsere neuen Bäume

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Baumpflanzaktion,
in Ergänzung zu unserer Baumpflanzaktion möchten wir anregen, die jungen Bäume mit einem Kalkanstrich als Stammschutzfarbe zu versehen.

Seit Jahren nehmen Stammschäden an frisch gepflanzten Bäumen zu. Diese entstehen durch Sonneneinstrahlung bei Jungbäumen nach dem Verpflanzen aus dem geschützten Baumschulquartier auf Solitärstandorte und werden – je nach Ursache – als Sonnennekrose oder Frostrisse bezeichnet. Stammschutzanstriche sind ein geeignetes Gegenmittel.

Nach unserer erfolgreichen Baumpflanzaktion im Dezember 2020 möchten wir nun in einem zweiten Schritt einen vorbeugenden Pflanzenschutz ermöglichen. Der Freundeskreis und das Streuobstwiesennetzwerk haben eine Stammschutzfarbe besorgt, die gegen eine kleine Spende am Freitag, den 26.02.2021 um 10 Uhr am Platz „An der Eiche“ z. B. in einem leeren Marmeladenglas abgeholt werden kann. Ein kleiner Vorrat an Pinseln liegt ebenfalls bereit.

Empfehlungen für die Verwendung von Stammschutzanstrichen finden Sie in beigefügter Abbildung. Für Fragen stehen wir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Geo-Caching – Auf Schatzsuche in der Gartensiedlung

Mit der Eröffnung des „Rundwegs Gronauerwald“ im Sommer 2020 konnte der Freundeskreis die Siedlung um einen touristischen Aspekt bereichern – jeder, der sich für die älteste Gartenstadt Deutschlands interessiert, kann an 12 Stationen Einblicke in die Geschichte, die Entwicklung und die Köpfe hinter der Siedlung erhalten. Unseren Rundweg können Sie auch virtuell oder begleitend auf unserer Webseite nachlesen oder sich mit der beliebten Wander-App Komoot navigieren lassen. Seit ein paar Wochen bietet die Gronauerwaldsiedlung aber noch eine weitere Attraktion: Eine regionale Gruppe von Geo-Cachern hat unter der Regie von Oliver und Ralf eine Serie von Geocaches über unseren Rundweg gelegt. Wer sich schon einmal mit der digitalen Schnitzeljagd beschäftigt hat, weiß, daß man mittels einer Smartphone-App (in diesem Fall Adventure Labs) den jeweils nächsten Anlaufpunkt finden und dort eine Aufgabe oder ein Rätsel lösen muss, um anschließend die weiteren Koordinaten zu erhalten. Das ist ein schöner Zeitvertreib und, wie wir beobachten konnten, derzeit so beliebt, daß inzwischen alle Nase lang Menschen nach Bergisch Gladbach anreisen, um diese Geo-Caching-Tour abzulaufen. Vor ein paar Wochen durften ein paar Vertreter des Freundeskreises dieses Abenteuer – „betreut“ von Oliver und Ralf in kleinen Corona-konformen Grüppchen – erleben. Es hat viel Spaß gemacht und wir können diese Erfahrung nur weiterempfehlen!

Oliver schreibt dazu: Zwei in der Nähe beheimatete Geocacher haben sich mit der Gronauer Waldsiedlung auseinandergesetzt. Oliver und Ralf, als Cacher unter den Namen „BaumFink“ und „4go2cache“ unterwegs, haben auf Grundlage des neu geschaffenen Rundwegs mit den 12 Hinweistafeln insgesamt 10 sogenannte „Labcache-Stationen“ entwickelt. Mit der App Adventure Lab des Geocaching-Anbieters Groundspeak, die gleichermaßen für Android- und Apple-Geräte verfügbar ist, können Interessierte während ihres Rundgangs – nach einer kostenlosen Registrierung – auch diese 10 Labcaches sowie als Abschluss einen physischen Bonuscache mit Logbuch absolvieren. Regelmäßig sind bereits Geocacher in der Siedlung unterwegs.

Hier sind die beiden aufeinander aufbauenden Serien für die App zu finden:
https://labs.geocaching.com/goto/gw01
https://labs.geocaching.com/goto/gw02

Fragen rund um das Thema Geocaching und zu der Runde durch den Gronauerwald können auch direkt an Ralf und Oliver per E-Mail gestellt werden:

Oliver (BaumFink) oder Ralf (4go2cache) schreiben.