Ein riesiger Erfolg in Bilder: Unsere Baumpflanzaktion

Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten hat der Freundeskreis gestern tatsächlich die seit dem Frühjahr geplante Baumpflanzaktion durchführen können: Zahlreiche Anwohner der Gartensiedlung hatten sich dazu entschlossen, die Nachbarschaft „aufzuforsten“ und neue Bäume zu pflanzen. Insgesamt 69 Bäume wurden gestern früh geliefert – die allermeisten im Laufe des Tages auch verteilt. Wir bedanken uns bei Euch allen, daß Ihr bei der Begrünung unserer Siedlung mithelft! Auch allen Beteiligten gilt ein dickes Dankeschön: Ohne die Unterstützung durch zahlreiche Helfer wäre diese tolle Aktion nicht möglich gewesen! Heute wollen wir gar nicht viele Worte verlieren, sondern ein paar Eindrücke von gestern zeigen:

So holen Sie Ihre neuen Bäume ab

Wie berichtet, werden morgen die neuen Bäume für die Gartensiedlung Gronauerwald angeliefert. Insgesamt 69 Bäume werden am Platz an der Eiche abgeladen und verteilt. So kommen Sie an Ihre neuen Bäume: Alle Besteller können am Freitag, 4.12., ab 10:00 und ab 14:00 ihre Bäume vor Ort abholen. Alle restlichen Bäume werden wir am Samstag, 5.12., ab 10:00 verteilen. Wegen der geltenden Hygieneregeln bitten wir Sie, mit Maske zu erscheinen und wo immer möglich die notwendigen Abstände einzuhalten und sich nicht in Gruppen mit den Nachbarn zu versammeln! Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe! Und vielen Dank dafür, daß Sie dabei helfen, die Gartensiedlung wieder grüner zu machen!

Baumpflanzaktion: Lieferung am 4.12.2020

Baumpflanzaktion: Lieferung am 4.12.2020

Im Frühjahr 2020 rief der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauerwald die Anwohner dazu auf, neue Bäume in Bergisch Gladbachs historischer Siedlung zu pflanzen. Der Verlust großer, charakterprägender Bäume ist in den letzten Jahren zunehmend sichtbar geworden. Ursachen sind Neubauvorhaben, An- und Umbauten, baubedingte Schädigungen an Wurzeln, aber auch die durch den Klimawandel bedingte Trockenheit mit dadurch verstärktem Schädlingsbefall zeigen Wirkung. Dieser negativen Entwicklung möchte der Freundeskreis entgegenwirken und die teilweise licht und kahl gewordene Siedlung wieder grüner werden lassen.

Die Koordination der Baumpflanzaktion übernahm der Freundeskreis in ehrenamtlicher Arbeit. Mit Unterstützung der städtischen Abteilung StadtGrün konnte der Freundeskreis den Siedlungsbewohnern ein kostengünstiges Angebot machen. Auf Grund einer Sammelbestellung von fast 70 Bäumen konnten Mengenrabatte genutzt und günstige Preise erzielt werden. Darüber hinaus gibt die Stadt einen Zuschuss aus einem Fördertopf, der zweckgebunden für die Anpflanzung neuer Bäume im Stadtgebiet zur Verfügung steht. 

Viele Anwohner haben sich deshalb für die Pflanzung eines Baumes oder mehrerer Bäume entschieden. Gefördert wurden Bäume, die in der Baumschutzsatzung der Gartensiedlung Gronauerwald als siedlungstypisch und somit charakterstärkend gelistet sind. Dazu zählen beispielsweise Wald- und Parkbäume wie Buche, Eiche, Linde und Waldkiefer, aber auch Walnuss und insbesondere alle Arten von Obstbäumen, die auch den Großteil der Bestellung ausmachen. Sonstige Gartengehölze wurden nicht gefördert. 

Die Baumpflanzaktion findet zum zweiten Mal statt. Zuletzt wurden 2014 etliche neue Bäume von engagierten Anwohnern in der Gartensiedlung gepflanzt. In diesem Jahr musste die Baumpflanzaktion – bedingt durch die Corona-Pandemie – vom Frühjahr in den Winter verschoben werden. Konform mit den geltenden Kontaktbeschränkungen sollen nun zeitnah die bestellten Bäume an die neuen Besitzer übergeben werden.

Die Bäume werden am Freitag, den 4.12.2020 am Platz An der Eiche angeliefert. Alle kleineren, wurzelnackten Obstbäume sollen im Laufe des Tages von den Bestellern abgeholt und von diesen weitgehend selbstständig gepflanzt werden. Unter sachkundiger Anleitung von Thomas Klostermann von StadtGrün sowie mit Unterstützung der „Bergischen Obstwiesenretter“ Michael Müller und Gabi Lieberoth erhalten die naturverbundenen Siedlungsbewohner nicht nur ihre Bäume, sondern auch viele Tipps zum Einpflanzen, zum Pflanzschnitt und zur zukünftigen Pflege der neuen Bäume. Weitere Infos zur Abholung folgen.

Frankenforster wehren sich mit Klage gegen Nachverdichtung

Normalerweise regelt §34 des Baugesetzbuchs, welche Neubaupläne genehmigt werden dürfen. Liegt für einen Ort kein detaillierter Bebauungsplan vor, müssen sich Neubauten in der Anzahl der Geschosse, der Firsthöhe und der Kubatur bzw. Größe der Grundfläche an den benachbarten Gebäuden orientieren. Dies soll üblicherweise verhindern, daß in einer Einfamilienhaussiedlung riesige Bauten mit vielen Wohnungen entstehen und das gewachsene Umfeld gestalterisch zerstören. Nun hat sich die Stadt Bergisch Gladbach aber die Nachverdichtung auf die Fahnen geschrieben. Was im Grunde eine sinnvolle Idee ist, um brachliegende Grundstücke im innerstädtischen Bereich einer wohnlichen Nutzung zuzuführen. Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Bergisch Gladbach knapp.

Am Froschpfad in Neu-Frankenforst führte diese städtische Vorgabe nun aber zu Empörung unter den Anliegern – und zu einer Klage. Dort wurde ein Einfamilienhaus mit Vorgarten und Garten abgerissen, ein 3-geschossiger Neubau mit Flachdach und versiegelten Parkflächen vor dem Haus befindet sich bereits im Rohbau. Die Nachbarn finden beim Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Bergisch Gladbach aber kein offenes Ohr: Ein Neubau müsse sich nicht an den unmittelbar benachbarten Gebäuden orientieren, um genehmigt zu werden. Es reiche der Vergleich zu Häusern, die in der Umgebung stehen. Für einen Bebauungsplan fehle zudem jede Rechtsgrundlage, wird der Bereichsleiter heute in der Bergischen Landeszeitung/Kölner Stadtanzeiger zitiert. Ein solcher dürfe nur aufgestellt werden, wenn er für die städtebauliche Entwicklung notwendig sei.

Mit der Sorge vor rücksichtsloser Nachverdichtung stehen die Frankenforster nicht alleine. Auch in der historischen Gronauerwald-Siedlung sind die Folgen des sorglosen Umgangs mit der städteplanerischen Verantwortung für (historische) Viertel bereits sichtbar und stellenweise wird der Charakter der Gartenstadt schon durch moderne Mehrfamilienhäuser oder unpassende Anbauten zerstört.

Aus diesem Grund hat der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauerwald schon vor vielen Jahren darauf gedrängt, dass ein Bebauungsplan für die Siedlung aufgestellt wird. Obwohl der Stadtrat dies bereits zweimalig beschlossen hat, rührt sich die Stadtverwaltung nicht – es gibt bis heute keinen Bebauungsplan. Es ist unverständlich und unzeitgemäß, dass Vorgärten in einer Gartensiedlung für den Nachweis von Stellplätzen versiegelt werden müssen oder mit Granitschotter zugeschüttet werden dürfen – wie es in unserer Nachbarschaft schon vielfach sichtbar ist.

In Frankenforst sind nun bereits Tatsachen geschaffen worden. Es dürfte unwahrscheinlich sein, daß die Anwohner mit ihrer Klage einen Baustop und Abriss erreichen werden. Wir stehen dennoch hinter den Sorgen der Frankenforster und hoffen darauf, daß die verantwortlichen Stellen der Stadt Bergisch Gladbach zukünftig gewachsene Strukturen einmal persönlich in Augenschein nehmen, bevor fragwürdige Entscheidungen gefällt werden.

Erinnerung: Unser Angebot für Nachbarschaftshilfe

Der 2. Lockdown läuft und wir alle müssen weiterhin Abstand halten. Im Internet können wir aber zusammenrücken und uns austauschen – und damit jede notwendige Form von Nachbarschaftshilfe anbieten. Ob Ihr einfach mal jemanden zum quatschen braucht, Lammfell-gefütterte Mund-Nasen-Masken für den Winter näht oder Euch eine Rolle Klopapier ausborgen müsst: Schließt Euch zusammen in unserer Gruppe auf Facebook!

Wer bei uns in der Siedlung Hilfe braucht oder Hilfe anbieten möchte, findet unsere Gruppe hier: https://www.facebook.com/groups/fggw.nachbarschaftshilfe/

Ladet gerne auch Eure Nachbarn zu dieser Gruppe ein!

Passt auf Euch auf und bleibt gesund!

„Regionale“-Schild gereinigt

Unter Aufwand von Lösungsmitteln, Scheuerschwämmen, Muskelschmalz und Zeit hat der Freundeskreis das Schild der „Regionale 2010“ von Graffiti und Schmierereien gesäubert. Das Schild, das am Platz an der Eiche in unmittelbarer Nähe zum Olivenhof zu finden ist, stellt seit etlichen Jahren unsere Siedlung vor und erklärt die Idee der Gartenstadt-Bewegung. Seit einiger Zeit war es leider dermaßen verunstaltet, dass man Texte und Abbildungen kaum noch erkennen konnte.

Treffen am 28.10.2020 abgesagt

Treffen am 28.10.2020 abgesagt

Das eigentlich für den kommenden Mittwoch, 28.10.2020, geplante Treffen des Freundeskreises müssen wir nun leider erneut pandemiebedingt absagen. Wie alle wissen, ist auch der Rheinisch-Bergische Kreis mittlerweile als Risikogebiet eingestuft worden und unterliegt derzeit besonderen Regelungen, die ein gemütliches Treffen mit so vielen Teilnehmern ausschließen. Wir haben kurz überlegt, ob ein virtuelles Treffen sinnvoll sein könnte – sind aber der Meinung, dass eine solche Videokonferenz, wie sie viele inzwischen kennen, keine Option für eine nette Plauderei ist. Wann es ein nächstes Treffen geben kann, ist derzeit ungewiss. Über alle wichtigen Dinge, die unsere Siedlung betreffen, werden Frank, Ariane und Till Euch auf dem Laufenden halten. Wir senden auf mehreren Kanälen (Webseite, Facebook, E-Mail, Flyer), sodass wir hoffen, eine große Zahl von Euch erreichen zu können. Sollten sich interessante oder wichtige Dinge in Eurer Nachbarschaft ergeben, meldet Euch jederzeit bei uns! Bleibt gesund!

Treffen des Freundeskreises am 30.09.2020

Leider kommt die Ankündigung etwas spät – alle treuen Freundeskreis-Mitglieder sind aber bereits vorab per E-Mail eingeladen worden. Unser nächstes Treffen findet schon morgen Mittwoch, 30.09.2020, ab 19:30 Uhr statt. Bedingt durch die Pandemie müssen wir diesmal auf eine andere Lokalität ausweichen und treffen uns in der Gaststätte Bützler bei „Paschalina“ am Dünnhofsweg 67 in Gronau im hinteren Saal. Wie auch schon beim letzten Treffen, müssen wir uns mit der genauen Anzahl Personen anmelden. Falls jemand noch kurzfristig dabei sein möchte, bitte per E-Mail an info@fggw.de melden! Danke!

Postkarten aus der Gartensiedlung

Postkarten aus der Gartensiedlung

Spannend für alle Spätgeborenen: In grauer Vorzeit gab es eine Kulturtechnik namens Postkarte – quasi die Vorläuferversion von Instagram. Diese bestand aus einem Stück stabiler Pappe, auf das ein Foto mit einem interessanten oder schönen Motiv gedruckt war. Die Rückseite konnte man – neben der Adresse des Empfängers – mit einem eigenen, kurzen Text beschriften. Dazu benutzte man einen analogen Stift – der brauchte keine Updates und keine Akkus, sondern nur hin und wieder einen Anspitzer. Verschickt wurden diese Postkarten mit der Post: Briefmarke drauf und ab in den Briefkasten. Nur selten kam die Postkarte bei den Liebsten an, bevor man selbst aus dem Urlaub zurück war. Dennoch war die Postkarte als Kommunikationsmedium derart beliebt, dass es sogar solche aus unserer Gartensiedlung gab.

Unser Aufruf mit der Bitte, alte Fotos und Dokumente aus der Siedlung für unser Archiv zu liefern, bringt erste Erfolge. Neben gleich zwei Postkarten, die die frühere Waldschänke zeigen (dort, wo jetzt an der Ecke Grüner Weg – Richard-Zanders-Straße der Uhrmacher residiert), haben wir auch eine uralte Katasterkarte von 1840 ausgegraben. Das kleine Fachwerkhaus auf dem Talweg ist zu erkennen, dazu der Weiler Auf der Wiese, der der Wiesenstraße ihren Namen gab. Des Weiteren sieht man anhand der geriffelten Linien im Siedlungsgebiet, dass es ein Abbaugebiet für Brauchkohle war. Weiter oben ist so auch die Trasskuhl markiert, auf die die alte kölnische Straße und die Brauchkohlenstraße – eine uralte Straßenverbindung über die Feldstraße Richtung Sand – zulaufen.

Eine Ehrennadel, 12 Schilder und 70 Gäste unter der Eiche

Eine Ehrennadel, 12 Schilder und 70 Gäste unter der Eiche

Der kurze Regenschauer fegte pünktlich kurz vor 15:00 Staub und Pollen aus der Luft, ehe sich etwa 70 Gäste bei Sonnenschein am Platz an der Eiche versammelten. Sie waren der Einladung des Freundeskreises Gronauerwald gefolgt, der zur Eröffnung des neuen „Rundwegs Gronauerwald“ geladen hatte. Noch am Montagmorgen waren die letzten Schilder montiert und das Schild der „Station 1: Platz an der Eiche“ verhüllt worden. Nach einem guten Jahr der Planung, Vorbereitung, Recherche und Gestaltung ist am Montag, 17.08.2020 – verzögert durch die Coronavirus-Pandemie, endlich der Rundweg durch die Gartensiedlung Gronauerwald offiziell eröffnet worden. Hier können Interessierte auf ca. 2,7 km Strecke an 12 Stationen viele Details zur Geschichte und Entstehung der Zanders-Siedlung nachlesen, sie erfahren mehr über die beteiligten Architekten und Landschaftsplaner und tauchen mit vielen historischen Fotos in die Welt von damals ein. Anhand einer Detailkarte findet man an jeder Station die Sichtachsen der gezeigten Fotos – so entsteht anschaulich ein direkter Vergleich dazu, wie es früher an diesem Ort ausgesehen hat. Ein Übersichtsplan zeigt auf jedem Schild den Verlauf des Rundwegs an, Entfernungsangaben weisen zur vorherigen und zur nächsten Station und ein QR-Code verlinkt zur Webseite des Freundeskreises, auf der alle Texte nachzulesen sind.

Unter den Gästen, die trotz Aufenthalts unter freiem Himmel überwiegend auf Sicherheitsabstände und Mundnasenmasken geachtet hatten, waren außer den an der Realisierung des Rundwegs beteiligten Freundeskreis-Mitgliedern Ariane von Britton, Frank Grobolschek und Till Erdmenger auch viele Anwohner der Siedlung sowie einige Prominenz aus Bergisch Gladbach vertreten: Der Bürgermeister Lutz Urbach und sein Stellvertreter Josef Willnecker waren gekommen, ebenso Professor Werling, der seinerzeit ein umfangreiches Gutachten über die besondere Bedeutung der Gartensiedlung Gronauerwald verfasst hatte. Vertreter des Geschichtsvereins Bergisch Gladbach und des Bürger- und Heimatvereins Refrath waren ebenso zugegen, wie auch die lokale Presse.

Die Eröffnung des Rundwegs war gleichzeitig Gelegenheit für eine besondere Ehrung: Thomas Klostermann, langjähriger Mitarbeiter bei StadtGrün und hier für die öffentlichen Grünflächen Bergisch Gladbachs mit verantwortlich, wurde für sein besonderes Engagement im Bereich Fachwerk, Denkmal, Stadtbildpflege im Bergischen Geschichtsverein Rhein-Berg e.V. durch Herrn Lutz Urbach mit der silbernen Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet. Herr Klostermann engagiert sich darüber hinaus nicht nur für eine grüne, blühende Stadt, sondern auch im Freundeskreis Gartensiedlung Gronauerwald und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Wir freuen uns sehr für Thomas Klostermann, dass er seine berufliche Karriere Ende des Jahres mit dieser besonderen Auszeichnung beenden darf und hoffen natürlich, dass er sein Engagement beim Freundeskreis auch in Zukunft fortführen wird.

Das große Interesse einiger Teilnehmer führte dazu, dass Frank Grobolschek im Anschluss an die gelungene Eröffnung eine spontane Führung durch die Gartensiedlung Gronauerwald durchführte. Wir freuen uns sehr über die große Resonanz, die unsere Veranstaltung hervorgerufen hat und danken allen Gästen für ihre Teilnahme! Erzählen Sie gerne auch Ihren Nachbarn und Freunden vom neuen „Rundweg Gronauerwald“!