Aktuelle Baumpflege in der Siedlung

Dank dem Einsatz von Thomas Klostermann und Stephan Tulke konnten am vergangenen Wochenende wieder einige Bäume in der Siedlung gepflegt werden. Dabei entdeckten die beiden auch eine wilde, also nicht bewusst angepflanzte, autochthone Buche am Kiefernweg-Plätzchen. Schön, dass sich die Natur in unserer Siedlung nicht so einfach zurückdrängen lässt 😉

Unser Jahresrückblick 2022

Beim letzten Treffen des Freundeskreises zeigten wir erstmals einen kleinen Jahresrückblick – im Jahr des Siedlungs-Jubiläums durchaus angebracht 😉 Für alle, die nicht dabei sein konnten, möchte ich an dieser Stelle ebenfalls die besonderen Ereignisse des Jahres 2022 Revue passieren lassen:

Dezember 2021: Advents-Fenster. Eine weihnachtliche Initiative von Lea. Jeden Tag leuchtete ein weiteres Fenster. Am Heiligabend nutzten viele die schöne Dekoration als Anlass für einen Spaziergang durch die Siedlung. In diesem Jahr machen wir eine Tradition daraus: Auch dieser Tage leuchten in unserer Siedlung die Fenster bunt-geschmückt!

Januar 2022: Schottergärten. Der Freundeskreis veröffentlichte einen detaillierten offenen Brief über die Möglichkeiten, die „Gärten des Grauens“ zu verhindern. Leider erhielten wir keine Reaktion vonseiten der Stadt.

Januar 2022: Abschied von Herrn Kautz. Im Januar starb unser langjähriger Unterstützer, Manfed-Walter Kautz.

Februar 2022: Online-Treffen. Die Corona-Pandemie zwang uns erneut dazu, unser Treffen virtuell über Zoom stattfinden zu lassen. Gute Laune hatten wir trotzdem!

April 2022: Heimatpreis. Für die unermüdliche ehrenamtliche Arbeit erhielt der Freundeskreis den Heimatpreis der Stadt Bergisch Gladbach. Frank, Ariane und Till nahmen ihn stellvertretend entgegen.

April 2022: Workshop Obstbaumschnitt. Mit Rat und Tat helfen Thomas, Michael und Stephan dabei, die (frisch gepflanzten) Obstbäume in der Siedlung fachgerecht zu erziehen, zu schneiden und zu pflegen.

Juni 2022: Zwitscherkisten. Ein Geschenk der Stadt zum Jubiläum: 2 Figuren an der Eiche, die als Anna und Richard über die Entstehung der Siedlung erzählen. Mit viel Zeit, Mühe und Hilfe konzipiert und umgesetzt.

Juli 2022: Flyer der Stadt. Die Stadt brachte nach gut 10 Jahren einen aktualisierten Flyer über unsere Siedlung heraus. Der Freundeskreis konnte neue, schönere Fotos beisteuern, den Text überarbeiten und Einfluss auf die Gestaltung nehmen.

August 2022: Sommerfest. Nach einigen Jahren gab es zum Jubiläum wieder ein grosses Sommerfest mit viel Musik, viel guter Laune und vielen Gästen. Wir stellten unser Buch vor und Frank erhielt die Ehrennadel der Stadt.

August 2022: Unser Buch. Nach 2 Jahren Arbeit haben wir im Sommer unser Buch über die Gartensiedlung veröffentlicht. Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützt haben! Übrigens: Das Buch ist bestimmt ein tolles Weihnachtspräsent!

Oktober 2022: Netzwerk Gartenstädte. Unsere Siedlung ist seit ein paar Jahren Mitglied im europäischen Netzwerk der Gartenstädte. Im Herbst konnten wir unseren Eintrag auf deren Webseite um weitere Infos und eine Foto-Galerie ergänzen.

November 2022: Unser B-Plan. Seit rund 10 Jahren gibt es den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans. Mit viel Mühe und Vorarbeit versuchten Frank, Berit, Bernd und Thomas erneut, die Umsetzung bei der Stadt anzustossen. Leider erfolglos.

So beginnen wir die Adventszeit ;-)

So beginnen wir die Adventszeit ;-)

Nachdem gestern freundlicherweise auch das Bürgerportal nochmals auf unsere Adventsfenster-Aktion aufmerksam gemacht hat, kann die Weihnachtszeit in der Gartensiedlung jetzt beginnen. Den Auftakt machte gestern Abend das erste Kalenderfenster am Platz an der Eiche – und dazu passend gab es heißen Glühwein und Kekse. Gut 25 Nachbarn kamen in der Kälte zusammen um sich aufzuwärmen und zu schnacken.

Auch in diesem Jahr wieder: Adventsfenster in der Siedlung

Auch in diesem Jahr wieder: Adventsfenster in der Siedlung

Nachdem wir im vergangenen Jahr erstmals einen großen, begehbaren Adventskalender quer durch die Siedlung erleben durften, hat Lea auch für dieses Jahr wieder 24 Familien gefunden, die ein „Adventsfenster“ gestalten werden. Jeden Tag wird somit ein weiteres Fenster in der Siedlung geschmückt und beleuchtet werden. Wie wir wissen, laden die liebevoll geschmückten Fenster allabendlich zu gemütlichen Spaziergängen mit der Familie ein – inklusive Bewegung an der frischen Luft und Gesprächen mit den Nachbarn. Die Liste der „Türchen“ findet Ihr wieder auf Google Maps. Nach dem 24.12. bleiben alle Fenster bis zum 6. Januar erleuchtet, sodass Ihr auch nach Weihnachten noch Gelegenheit habt, durch die Siedlung zu schlendern!

Am Donnerstag, den 1.12.22, findet außerdem ein kleiner Glühwein-Umtrunk am Platz an der Eiche statt. Wer mag, kommt um 17:00 Uhr dort vorbei 😉

Vorab bereits vielen herzlichen Dank an alle, die sich in diesem Jahr an der Aktion beteiligen – und natürlich an Lea für die Organisation!

Resümee: Unser Jubiläums-Sommerfest 2022

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Gartensiedlung in Bergisch Gladbach hat der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauer Wald alle Anwohner, Nachbarn und Freunde der Gronauer Waldsiedlung am Samstag den 27.08.2022 zu einem großen Straßenfest am Platz an der Eiche eingeladen. Bereits 2015 und 2017 hatte der Freundeskreis erfolgreich ähnliche Feste ausgerichtet, aufgrund der Corona-Pandemie hatte sich die Fortsetzung dieser schönen Tradition jedoch verzögert. Im Jahr 2022 erlaubte es die Situation, wieder ein großes Fest auszurichten. Das Sommerfest an der Eiche stand in diesem Jahr ganz unter dem Aspekt des Jubiläums der Siedlung, die 1897 von Anna und Richard Zanders gegründet worden war. 

Die Veranstalter boten den ca. 600—800 Gästen ab dem Nachmittag und bis spät in den Abend ein buntes Programm mit vielen Highlights. Neben tollen Attraktionen für die kleinsten Gartensiedler, wie einer Hüpfburg, Kinderschminken, Dosenwerfen, Flohmarkt und einer Zuckerwatte-Maschine, sorgten vor allem die hochkarätigen Musiker und Bands für Stimmung. Die „Green Art Big Band“ eröffnete das Fest mit „swingvollen“ Rhythmen, Lucas Wielpütz – selbst in der Nachbarschaft beheimatet – berührte wie bereits 2017 die Zuhörer mit seinen Songs, in denen er persönliche Erfahrungen verarbeitet. Später wurde es sentimental: Die „Heimatklänge Nussbaum“ sorgten unter anderem mit dem Bergischen Heimatlied für Rührung, das „Duo Pascal“ brachte die Besucher mit rheinischem Liedgut und Coversongs zum Mitsingen und Mitschunkeln. Zum Ausklang sorgten die „Schütz Bar All Stars“ für einen groovigen Abend: Markus Schütz mit Oldies, Swing und Rhythm & Blues; Yamal Schütz mit gefühlvollen Balladen und seiner intensiven Stimme. Wie auch bei früheren Festen, trugen die Bewohner der Siedlung wieder durch viele Kuchenspenden zum Gelingen bei. Am Getränkeausschank floss jede Menge gut gekühltes Kölsch und erlesene Tropfen von der Weinhandlung Klaus Rüsinger, darüber hinaus versorgte der „Olivenhof Gronauer Wald“ die Gäste mit frisch zubereiteter Paella, Burgern und Cocktails. 

Höhepunkt des Festes war sicherlich die Ansprache des Bürgermeisters Frank Stein, der einmal mehr die Bedeutung der damals visionären Gartensiedlung auch in der heutigen Zeit betonte. In diesem Zuge ehrte er zugleich den Sprecher des Freundeskreises, Frank Grobolschek, für seine langjährigen Verdienste um den Erhalt und die behutsame Weiterentwicklung der Gronauer Waldsiedlung mit der Ehrennadel der Stadt.

Zum Jubiläum hatte die Stadt der Gartensiedlung bereits im Frühsommer zwei Skulpturen, sogenannte „Zwitscherkisten“, spendiert. Diese wurden anlässlich des Sommerfestes nun offiziell vom Bürgermeister eingeweiht. Die vom Freundeskreis-Mitglied Till Erdmenger entworfenen Figuren stellen die Siedlungsgründer Anna und Richard Zanders dar. Wer an der Kurbel dreht, hört Anna und Richard in einem Zwiegespräch über die Vorzüge der idyllisch im Grünen angelegten Siedlung für Fabrikarbeiter.

Die drei Freundeskreis-Aktiven Ariane von Britton, Till Erdmenger und Frank Grobolschek präsentierten zudem ein beeindruckendes Buch über die 125-jährige Geschichte der Zanders´schen Gartensiedlung. Auf 240 Seiten informieren sie über viele Hintergründe, die beteiligten Architekten und Planer, zeigen eine Vielzahl historischer und aktueller Fotos aus der Siedlung und lassen Anwohner mit ihren Anekdoten zu Wort kommen. Das Buch „125 Jahre Gartensiedlung Gronauer Wald“ ist im Heider Verlag erschienen und ab sofort für € 24,80 erhältlich. Sie können das Buch hier auf der Seite bestellen oder persönlich über uns beziehen. Bitte wenden Sie sich dazu an Ariane von Britton.

Bis spät in den Abend saßen mehrere Hundert Besucher beisammen und genossen den lauen Sommerabend unter freiem Himmel. Es sind diese unvergesslichen Momente, die alteingesessene und hinzugezogene Nachbarn zusammenrücken lassen und die Ideen der Siedlungs-Gründer neu entfachen. Der Freundeskreis freut sich bereits auf kommende Projekte und Aktivitäten in der Nachbarschaft.

Anna und Richard haben sich was gezwitschert …

Anna und Richard haben sich was gezwitschert …

Seit heute stehen Anna und Richard Zanders, die Gründer unserer Siedlung, leibhaftig am Platz an der Eiche. Es sind sogenannte „Zwitscherkisten“, denn nach ein wenig Kurbelei hat man schnell genug Strom erzeugt, damit Anna und Richard anfangen zu erzählen. Dieses Projekt wurde Ende 2021 von der städtischen Abteilung für Tourismusförderung angeschoben, die den Einfall für diese Zwitscherkiste hatten und dem Freundeskreis die Finanzierung zusicherten.

Seitdem waren viele Menschen aus der Siedlung aktiv, um die beiden Skulpturen aufzustellen: Vivian Samuel übersetzte die deutschen Texte ins Englische, Kati Kratz sprach den Part der Anna ein, Norbert Lehmann stellte Technik und Zeit für die Audioaufnahmen zur Verfügung und Roman Salyutov, Dirigent des städtischen Sinfonieorchesters, unterstützte uns mit Aufnahmen von Stücken des Komponisten Max Bruch, der ein guter Freund von Richard Zanders Mutter Maria war. Meine Mitstreiter vom Freundeskreis, Ariane und Frank, haben immer wieder Anregungen gegeben, Entwürfe gesichtet und letztlich dafür gesorgt, dass keine buckligen Hobbits auf dem Platz an der Eiche aufgestellt werden. Wir möchten an dieser Stelle auch Frau Malek von der Stadt und Herrn Dörich – dem Metallbauer, der die Figuren gebaut und die Technik entwickelt hat – herzlich danken! Die Zwitscherkisten sind eine Bereicherung für unsere Siedlung!

Und ganz unbescheiden erwähne ich mal, daß der größte Teil der Realisierung an mir hängen geblieben ist: Das Verfassen der Texte, der zeitaufwändige Entwurf der Skulpturen, die Audio-Aufnahmen für Richard einschließlich finalem Abmischen mit der Musik – und zwischendurch sehr viel Koordination.

Ganz pragmatisch ein paar Tipps zum Umgang mit den Figuren: Richard verfügt über eine seitlich angebrachte Kurbel, die Ihr ca. 1 Minute lang drehen müsst. Dann wechselt die kleine Lampe an der Vorderseite von rot auf grün. Immer, wenn sie wieder rot leuchtet, muss nachgekurbelt werden, um neue Energie zu erzeugen. Nachdem man lange genug gekurbelt hat, fängt Richard automatisch an, eine kurze Einleitung zu erzählen, in der er Hinweise auf die Bedienung der 3 Tasten gibt. Die Taste 1 lässt Anna ihren Brief an Richard vorlesen, mit Taste 2 könnt Ihr Richards Antwort hören. Mit Taste 3 stellen wir eine englische Fassung der beiden Texte bereit. Sollte Euch ein Text bereits bekannt sein und Ihr wollt ihn nicht bis zum Ende hören, könnt Ihr die Wiedergabe jederzeit mit einem Druck auf die Taste stoppen. Viel Spaß!

Greenwashing von Schotterwüsten

Unlängst hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Klimafreunden einen Wettbewerb mit dem Titel „Bunt statt grau“ ausgeschrieben. Damit solle ein Zeichen für lebendige, natürliche Vorgärten und gegen die „Gärten des Grauens“, also jene mit Schotter zugeschütteten Vorgärten, gesetzt werden. Es ist ja löblich, daß das Thema in der Stadtverwaltung angekommen ist – ob aber ein solcher Wettbewerb den stolzen Besitzer einer mausetoten Hitzeinsel inmitten der Gartensiedlung zum Umdenken und Verschönern verleitet, dürfte fraglich sein.

Bereits vor längerer Zeit hat der Freundeskreis Anstrengungen unternommen, das ästhetische, klimatologische und biologische Problem der anlasslosen Versiegelung von Flächen zu verhindern. Es gab ein Gespräch mit dem verantwortlichen Beigeordneten, es gab einen unbeantworteten offenen Brief, in dem wir zu einem mutigen und sofortigen Engagement seitens der Verwaltung aufgerufen haben.

Es scheint jedoch ein Phänomen unserer politischen Führung zu sein, zu glauben, eine klimatische Katastrophe könne auf der Basis von Freiwilligkeit und ohne jegliche Zumutung verhindert werden.

Weiterer erfolgreicher Workshop zum Obstbaumschnitt

Am Samstag, 23. April 2022 hatten wir zu unserem zweiten Obstbaumschnittkurs eingeladen. Unter zahlreicher Teilnahme interessierter Anwohner haben wir bei schönstem Sonnenschein in drei Gärten verschiedene Obstbäume begutachtet und geschnitten. Unter den zu pflegenden Bäumen waren eine Feige, Apfelbäume, ein Pfirsich, ein Birnbaum und Kirschen. Fachmännisch unterstützt wurden wir auch dieses mal wieder von den Bergischen Streuobstwiesenrettern Michael Müller, Stephan Tulke und Thomas Klostermann. Alle Beteiligten waren sich einig, dass es weitere solcher Kurse geben sollte – wir werden das einplanen 😉

Adventsfenster: Ein herzlicher Dank

Die von Lea initiierte Aktion der Adventsfenster war in den vergangenen Wochen ein echtes Highlight in der Siedlung! Immer wieder konnte man sehen und hören, wie sich die Leute auf unseren Straßen über die weihnachtliche Dekoration gefreut haben. Am Heiligabend waren schließlich mehrere Familien mit ihren Gästen unterwegs, um vor dem großen Fressen und Geschenkeauspacken einen besinnlichen Spaziergang durch die Siedlung zu unternehmen und die Fenster in aller Pracht zu genießen. Daher nochmals unser aller Dank für die Mühe und Gemeinsamkeit, Danke an alle, die mitgemacht haben und Dank an Lea für die tolle Idee! In diesem Jahr soll die Aktion wiederholt werden, um eine Tradition daraus zu machen 😉