So begeistert sind Geo-Cacher von unserem Rundweg ;-)

Wir hatten bereits davon berichtet, daß unser im letzten Jahr eröffneter Rundweg durch die Gartensiedlung seit dem Herbst 2020 auch als Grundlage für eine Geo-Caching-Tour dient. Unter den Freunden dieser Freizeit-Beschäftigung gibt es offenbar viele, die unsere Siedlung auf diese Weise (neu) entdeckt haben. Damit Ihr einen Eindruck bekommt, wie unsere Nachbarschaft auf andere wirkt, zitieren wir hier einmal einige Kommentare aus der App (Vielen Dank an Stephan für die Mühe!).

Ganz herzlichen Dank fürs Zeigen dieser wunderschönen Siedlung sowie für die informative Ausarbeitung der Lab-Caches. Ohne diese hätten wir diese Gegend wahrscheinlich nie so intensiv erkundet wie wir es heute getan haben.

Heute ging es dann erneut mit dem Rad in die Siedlung, um den Bonus zu loggen. Vor Ort wurde ich nett von einer blumenschneidenden Anwohnerin begrüßt und konnte mich glücklich ins Logbuch eintragen.

Diese Siedlung kannten wir nicht. Umso beeindruckter waren wir über diese Gegend die auch “schöner Wohnen” heißen könnte. Zahlreiche Details gab es zu Entdecken. Tolle Baustile und Ornamente.

Obwohl ich ganz in der Nähe gearbeitet habe, ist mir die Schönheit und Einzigartigkeit der Siedlung bis heute verborgen geblieben. Um so mehr hat uns der interessante Spaziergang erfreut

Was für ein Juwel im sonst so etwas nüchternen Bergisch Gladbach.

Die ‘Gartensiedlung’ kannten gereon.r und ich gar nicht, fanden den Spaziergang durch die kleinen Straßen und über lauschige Plätze wirklich interessant, wir staunten insbesonders über die schöne, abwechslungsreiche Architektur der Häuser aus alten Zeiten. Da hat der Papierfabrikant Zander eine gute Idee gehabt, hier ließ es sich damals und lässt es sich vermutlich auch heute gut leben.

Wie findet Ihr den informativen Spaziergang durch die Gartensiedlung? Hinterlasst uns doch gerne auch einen Kommentar …

Unsere Eiche bei KuLaDig

Unsere Eiche bei KuLaDig

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat ein Informationssystem über die historische Kulturlandschaft und das landschaftliche kulturelle Erbe, kurz KuLaDig, erstellt. Dort findet man auf einer Karte viele sehr interessante Informationen über die Kulturlandschaft in Bergisch Gladbach und Umgebung.

Seit kurzem sind wir dort auch mit unserer Eiche, die am Platz an der Eiche steht, als Naturdenkmal vertreten. Neben Details zur Eiche findet man viele aktuelle und historische Fotos, die wir zur Verfügung gestellt haben. Ebenfalls findet man auf diesen Seiten eine Zusammenstellung weiterer eingetragener Bäume im Kreisgebiet, unter anderem eine 600 Jahre alte Eiche oder eine 800 Jahre alte Eibe.

Hier klicken, um KuLaDig zu besuchen.

Nachbarschafts-Aktion: Wer hat den schönsten Platz an der Eiche?

Nachbarschafts-Aktion: Wer hat den schönsten Platz an der Eiche?

Die Antwort dürfte nach der tollen gemeinsamen Aktion gestern klar sein: Natürlich die Gartensiedlung Gronauerwald! Mit rund 20 Freunden aus der Nachbarschaft ist der Platz an der Eiche gestern gepflegt worden – dazu zählte u.a. das Beschneiden der Sträucher, das Ausgraben von Sämlingsbäumen und das Entfernen von Efeu. Aufgerufen hatte der Freundeskreis, angeleitet wurde die Aktion von Thomas Klostermann. Dank der freundlichen Unterstützung fehlte es auch nicht an Kaffee, Wasser und Kuchen! Ganz herzlichen Dank an alle Helfer, die sich mit viel Zeit, Kraft und Ausdauer ans Werk gemacht haben!

Expertenmeinung zu Schottergärten

Mit Schotter bedeckte Vorgärten – nicht zu unrecht auch als „Gärten des Schreckens“ bezeichnet – sind seit einiger Zeit en vogue. Auch in unserer Nachbarschaft sieht man inzwischen etliche derartig angelegte Vorgärten, die irgendwie nicht zu einer „Gartensiedlung“ passen wollen. Uns brennt dieses Thema deshalb schon seit einiger Zeit unter den Nägeln und wir loten derzeit die Möglichkeiten aus, im Dialog mit Anwohnern und Politik eine Lösung zu finden. Bevor wir ins Detail gehen, welche Informationen und Ideen wir bereits gesammelt haben, möchten wir hier vorab einen Experten zu Wort kommen lassen – den Gärtnermeister Michael Becker, der gemeinsam mit Oliver Fink die Gartenbaumschule und den Gartenbaubetrieb Becker leitet. Den Beitrag „Vorgärten mit Pflanzen haben gegenüber Schottergärten viele Vorteile“ finden Sie beim Bürgerportal in-GL.

So sah es früher am Birkenbusch aus …

Wir haben „neue alte“ Bilder erhalten, vom Birkenbusch – und freuen uns stets auf neue über solche Schätzchen! Auf den Fotos, die teils von 1923 stammen und kurz nach der Fertigstellung des Gebäudes entstanden sein müssen, sind die Großeltern des jetzigen Bewohners zu sehen. Andere Fotos zeigen das Haus in den 40er respektive 60er Jahren. An dieser Stelle: Vielen Dank für die Überlassung der Bilder!

Stetige Baumpflege in der Siedlung

Im Rahmen unserer großen Baumpflanzaktion sind nicht nur sehr viele Bäume in privaten Gärten der Siedlung gepflanzt worden, sondern auch etliche Bäume im öffentlichen Raum. Um die Pflege dieser noch jungen Bäume – insbesondere der Eichen – hat sich am vergangenen Wochenende Thomas Klostermann gemeinsam mit Michael Müller und Milan Jezovsek gekümmert. Die Bäume erhielten einen biologischen Schutz gegen den Eichen-Splintkäfer. Vielen Dank für Eure Mühe!

Historische Bauvorschriften für die Gartensiedlung

Es ist überaus interessant, mit welchen Ideen und Vorschriften die Gründer der Gartensiedlung die Gestaltung unserer Nachbarschaft geprägt haben. Aus verschiedenen historischen Schriften haben wir einmal einige interessante Punkte zusammengetragen. Inwieweit diese Vorstellungen noch in heutigen Bauvorschriften oder Satzungen enthalten sind, haben wir nicht geprüft.

Quellen:

  • Entwicklung des Bau- und Wohnungswesens in Bergisch Gladbach, 1908 und 1914, Anna Zanders
  • Gesellschaftsvertrag und Bauvorschriften der Gemeinnützigen Gartensiedlungsgesellschaft Gronauer Wald m.b.H., 1913
  • Kauf-Vertrag und Erbbesitz-Vertrag der Gemeinnützigen Gartensiedlungsgesellschaft Gronauer Wald m.b.H., 1913
  • Satzung der Gemeinnützigen Ansiedler-Genossenschaft Gronauer Wald, 1913
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Neue Informationen zur Familie Joschkowitz

Quelle: Jos Gelissen, Heerlen

Anlässlich der Aktion #GlanzstattHetze hatte der Freundeskreis im vergangenen Sommer die Stolpersteine, die vor dem Haus „An der Tent 2“ an Elise und Reinhold Joschkowitz erinnern, poliert. An der Haustür hängt noch heute das Schild mit dem Namen „Joschkowitz“ – auch wenn die jetzige Bewohnerin, die Urenkelin von Elise Joschkowitz, einen anderen Namen trägt. Damals konnten wir mit unserer Aktion ein wenig Licht auf dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte lenken, das vor rund 80 Jahren seine Schatten auch auf die Gartensiedlung geworfen hatte.

Elise und Reinhold Joschkowitz, Mutter und Sohn, waren 1919 von Magdeburg nach Bergisch Gladbach gezogen. Adolph Joschkowitz, der Vater, war früh verstorben, 2 Brüder von Reinhold im 1. Weltkrieg gefallen, die Schwester Annemarie lebte bereits in der Gartensiedlung. In Bergisch Gladbach betrieb Reinhold bis 1938 eine der ersten Tankstellen. Als „Juden“ war die Familie Joschkowitz seit 1933 Opfer von Verfolgung. 1941 wurden Elise und Reinhold zunächst im Stellawerk an der Bensberger Straße interniert, 1943 nach Theresienstadt deportiert. Elise Joschkowitz starb im Konzentrationslager, sie war vorsätzlich mit Typhus infiziert worden. Reinhold kehrte verletzt und an Tuberkulose erkrankt nach Hause an die Tent zurück, wo er 1952 starb.

Diese Details waren bereits bekannt. Nun haben wir zusätzliche Informationen von Herrn Gelissen aus den Niederlanden erhalten. Offenbar hat sich Herr Gelissen detailliert mit Ereignissen des 1. Weltkriegs beschäftigt – mehr wissen wir nicht über ihn. Bereits vor einigen Jahren hatte er durch Vermittlung des Stadtarchivs Kontakt zu Frau Erb, der Urenkelin, gesucht – nachdem diese viele historische Unterlagen ihrer Familie an das Stadtarchiv gegeben hatte. Aus den Informationen, die uns Herr Gelissen nun übermittelt hat, geht hervor, daß Reinhold Joschkowitz – anders, als wir bisher angenommen haben – offenbar als Pilot im 1. Weltkrieg diente. Reinhold war demnach Pilot in Kagohl 1 / Kasta 2 und in Jagdstaffel 4. Sein Bruder Werner Joschkowitz war hingegen Pilot beim „England-Geschwader“, er wurde wurde am 22.08.1917 abgeschossen. Werners Leichnam wurde zunächst auf dem Huisduinen-Friedhof beigesetzt, nach dem 2. Weltkrieg wurde er auf den Soldatenfriedhof Ysselsteyn umgebettet. Auch Paul Joschkowitz fiel. Reinhold Joschkowitz überlebte den 1. Weltkrieg als einziger von drei Brüdern.

Herr Gelissen zitiert schließlich auch aus dem Nachlass der Tochter von Elise, Annemarie Vogt (1887-1984), geborene Joschkowitz, die später in der Zeit der Hitler-Diktatur mit ihren drei Töchtern die Verfolgung durch die Nazis überlebt hat:

In der Zeit des Nationalsozialismus war die als jüdischstämmig geltende Familie Joschkowitz rassischer Verfolgung ausgesetzt. Als ehemaliger Kampfflieger des Ersten Weltkrieges konnte Reinhold Joschkowitz durch persönliche Kontakte zu Hermann Göring eine Zeit lang die Verfolgung begrenzen.

Reinhold Joschkowitz könnte Göring gekannt haben – beide waren Jagdflieger. Laut Herrn Gelissen habe sich Göring mehrfach für ehemalige (jüdische) Fliegerkameraden eingesetzt. Ob das auch im Fall der Familie Joschkowitz der Fall war, lässt sich wohl nicht mehr herausfinden – es gibt im Stadtarchiv jedoch einen Brief, den Elise Joschkowitz an Göring schrieb, um ihren verbliebenen Sohn zu schützen. Wir wissen, daß Reinhold und Elise Joschkowitz dennoch 1941 abgeholt wurden. Die Familie Joschkowitz wurde aber – trotz der beschriebenen Schicksale – nicht eliminiert. Die Überlebenden trafen sich nach dem Krieg in Bergisch Gladbach wieder, die Nachfahren oben noch heute hier. Und es gibt seit einigen Jahren die Stolpersteine vor dem Haus An der Tent, die die Erinnerung aufrecht erhalten.

Quelle: Jos Gelissen, Heerlen
Quelle: Jos Gelissen, Heerlen

Geo-Caching – Auf Schatzsuche in der Gartensiedlung

Mit der Eröffnung des „Rundwegs Gronauerwald“ im Sommer 2020 konnte der Freundeskreis die Siedlung um einen touristischen Aspekt bereichern – jeder, der sich für die älteste Gartenstadt Deutschlands interessiert, kann an 12 Stationen Einblicke in die Geschichte, die Entwicklung und die Köpfe hinter der Siedlung erhalten. Unseren Rundweg können Sie auch virtuell oder begleitend auf unserer Webseite nachlesen oder sich mit der beliebten Wander-App Komoot navigieren lassen. Seit ein paar Wochen bietet die Gronauerwaldsiedlung aber noch eine weitere Attraktion: Eine regionale Gruppe von Geo-Cachern hat unter der Regie von Oliver und Ralf eine Serie von Geocaches über unseren Rundweg gelegt. Wer sich schon einmal mit der digitalen Schnitzeljagd beschäftigt hat, weiß, daß man mittels einer Smartphone-App (in diesem Fall Adventure Labs) den jeweils nächsten Anlaufpunkt finden und dort eine Aufgabe oder ein Rätsel lösen muss, um anschließend die weiteren Koordinaten zu erhalten. Das ist ein schöner Zeitvertreib und, wie wir beobachten konnten, derzeit so beliebt, daß inzwischen alle Nase lang Menschen nach Bergisch Gladbach anreisen, um diese Geo-Caching-Tour abzulaufen. Vor ein paar Wochen durften ein paar Vertreter des Freundeskreises dieses Abenteuer – „betreut“ von Oliver und Ralf in kleinen Corona-konformen Grüppchen – erleben. Es hat viel Spaß gemacht und wir können diese Erfahrung nur weiterempfehlen!

Oliver schreibt dazu: Zwei in der Nähe beheimatete Geocacher haben sich mit der Gronauer Waldsiedlung auseinandergesetzt. Oliver und Ralf, als Cacher unter den Namen „BaumFink“ und „4go2cache“ unterwegs, haben auf Grundlage des neu geschaffenen Rundwegs mit den 12 Hinweistafeln insgesamt 10 sogenannte „Labcache-Stationen“ entwickelt. Mit der App Adventure Lab des Geocaching-Anbieters Groundspeak, die gleichermaßen für Android- und Apple-Geräte verfügbar ist, können Interessierte während ihres Rundgangs – nach einer kostenlosen Registrierung – auch diese 10 Labcaches sowie als Abschluss einen physischen Bonuscache mit Logbuch absolvieren. Regelmäßig sind bereits Geocacher in der Siedlung unterwegs.

Hier sind die beiden aufeinander aufbauenden Serien für die App zu finden:
https://labs.geocaching.com/goto/gw01
https://labs.geocaching.com/goto/gw02

Fragen rund um das Thema Geocaching und zu der Runde durch den Gronauerwald können auch direkt an Ralf und Oliver per E-Mail gestellt werden:

Oliver (BaumFink) oder Ralf (4go2cache) schreiben.

69 Bäume für die Siedlung – eine Nachlese

Im Frühjahr 2020 hatte der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauerwald die Anwohner dazu aufgerufen, neue Bäume in Bergisch Gladbachs historischer Siedlung zu pflanzen. Der Verlust großer, charakterprägender Bäume ist in den letzten Jahren zunehmend sichtbar geworden. Dieser negativen Entwicklung möchte der Freundeskreis nachhaltig entgegenwirken und unsere Siedlung wieder grüner werden lassen. Die Koordination der Baumpflanzaktion übernahmen Frank Grobolschek, Ariane von Britton und Till Erdmenger vom Freundeskreis in ehrenamtlicher Arbeit mit der Unterstützung von Thomas Klostermann von der städtischen Abteilung StadtGrün.

Bedingt durch die Corona-Pandemie musste die Baumpflanzaktion vom Frühjahr in den Winter verschoben werden. Am Freitag, den 4.12.2020 konnten nun endlich die insgesamt 69 bestellten Bäume an die neuen Besitzer übergeben werden. Obwohl wir zunächst mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen hatten – der Sattelschlepper der Gärtnerei konnte nicht in die Siedlung fahren und musste die Bäume auf städtischem Grund zwischenlagern – wurden im Laufe des Freitags alle kleineren Bäume von den Bestellern abgeholt und bis Samstag Mittag insgesamt 25 größere Bäume von Thomas Klostermann und einem Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen direkt an die Zielorte gebracht. Dabei wurden auch mehrere Bäume auf öffentlichem Grund nachgepflanzt und werden z.B. an der Einmündung des Talwegs oder am Birkenhain unsere dortigen Schilder des „Rundwegs Gronauerwald“ verzieren.

Die Aktion fand große Resonanz in den Medien, so berichtete der Kölner Stadtanzeiger gleich am Samstag mit großem Foto darüber, die Stadt veröffentlichte unsere Pressemeldung und auch das Bürgerportal schrieb über unsere neuen Bäume und zeigte Fotos von Thomas Merkenich.

Der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauerwald freut sich sehr über den großen Zuspruch, den diese Aktion bei den Anwohnern fand und möchte sich sehr herzlich bei allen jenen bedanken, die zum Gelingen der Baumpflanzaktion beigetragen haben! Besonderer Dank gilt jenen Anwohnern, die Bäume bestellt und gepflanzt oder mit einer Spende geholfen haben (Dennis Marquardt und Jonathan Benninghaus), den „Bergischen Obstwiesenretter“ Gabi Lieberoth und Michael Müller, die unermüdlich den ganzen Tag lang Tipps verteilt und Pflanzschnitte vorgeführt haben, Thomas Klostermann, der die Aktion initiierte, unterstützte und ebenfalls mit viel Zeit betreute, sowie nicht zuletzt Frank Grobolschek, der das Jahr über mit einem Wahnsinns-Aufwand die Bestellungen aufnahm, mit den Anwohnern kommunizierte und für eine reibungslose Ausgabe der Bäume an die richtigen Besteller sorgte. Danke Euch allen!

Ein kleiner Nachsatz: Anders als die Regeln der Baumschutzsatzung vermuten lassen, stehen die nun gepflanzten Bäume bereits jetzt unter Schutz – weil sie mit städtischen Mitteln gefördert wurden. So verschönern wir nicht nur unsere Gartensiedlung, sondern tun auch noch etwas für den Naturschutz 😉