Eine Ehrennadel, 12 Schilder und 70 Gäste unter der Eiche

Eine Ehrennadel, 12 Schilder und 70 Gäste unter der Eiche

Der kurze Regenschauer fegte pünktlich kurz vor 15:00 Staub und Pollen aus der Luft, ehe sich etwa 70 Gäste bei Sonnenschein am Platz an der Eiche versammelten. Sie waren der Einladung des Freundeskreises Gronauerwald gefolgt, der zur Eröffnung des neuen „Rundwegs Gronauerwald“ geladen hatte. Noch am Montagmorgen waren die letzten Schilder montiert und das Schild der „Station 1: Platz an der Eiche“ verhüllt worden. Nach einem guten Jahr der Planung, Vorbereitung, Recherche und Gestaltung ist am Montag, 17.08.2020 – verzögert durch die Coronavirus-Pandemie, endlich der Rundweg durch die Gartensiedlung Gronauerwald offiziell eröffnet worden. Hier können Interessierte auf ca. 2,7 km Strecke an 12 Stationen viele Details zur Geschichte und Entstehung der Zanders-Siedlung nachlesen, sie erfahren mehr über die beteiligten Architekten und Landschaftsplaner und tauchen mit vielen historischen Fotos in die Welt von damals ein. Anhand einer Detailkarte findet man an jeder Station die Sichtachsen der gezeigten Fotos – so entsteht anschaulich ein direkter Vergleich dazu, wie es früher an diesem Ort ausgesehen hat. Ein Übersichtsplan zeigt auf jedem Schild den Verlauf des Rundwegs an, Entfernungsangaben weisen zur vorherigen und zur nächsten Station und ein QR-Code verlinkt zur Webseite des Freundeskreises, auf der alle Texte nachzulesen sind.

Unter den Gästen, die trotz Aufenthalts unter freiem Himmel überwiegend auf Sicherheitsabstände und Mundnasenmasken geachtet hatten, waren außer den an der Realisierung des Rundwegs beteiligten Freundeskreis-Mitgliedern Ariane von Britton, Frank Grobolschek und Till Erdmenger auch viele Anwohner der Siedlung sowie einige Prominenz aus Bergisch Gladbach vertreten: Der Bürgermeister Lutz Urbach und sein Stellvertreter Josef Willnecker waren gekommen, ebenso Professor Werling, der seinerzeit ein umfangreiches Gutachten über die besondere Bedeutung der Gartensiedlung Gronauerwald verfasst hatte. Vertreter des Geschichtsvereins Bergisch Gladbach und des Bürger- und Heimatvereins Refrath waren ebenso zugegen, wie auch die lokale Presse.

Die Eröffnung des Rundwegs war gleichzeitig Gelegenheit für eine besondere Ehrung: Thomas Klostermann, langjähriger Mitarbeiter bei StadtGrün und hier für die öffentlichen Grünflächen Bergisch Gladbachs mit verantwortlich, wurde für sein besonderes Engagement im Bereich Fachwerk, Denkmal, Stadtbildpflege im Bergischen Geschichtsverein Rhein-Berg e.V. durch Herrn Lutz Urbach mit der silbernen Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet. Herr Klostermann engagiert sich darüber hinaus nicht nur für eine grüne, blühende Stadt, sondern auch im Freundeskreis Gartensiedlung Gronauerwald und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Wir freuen uns sehr für Thomas Klostermann, dass er seine berufliche Karriere Ende des Jahres mit dieser besonderen Auszeichnung beenden darf und hoffen natürlich, dass er sein Engagement beim Freundeskreis auch in Zukunft fortführen wird.

Das große Interesse einiger Teilnehmer führte dazu, dass Frank Grobolschek im Anschluss an die gelungene Eröffnung eine spontane Führung durch die Gartensiedlung Gronauerwald durchführte. Wir freuen uns sehr über die große Resonanz, die unsere Veranstaltung hervorgerufen hat und danken allen Gästen für ihre Teilnahme! Erzählen Sie gerne auch Ihren Nachbarn und Freunden vom neuen „Rundweg Gronauerwald“!

Unsere Schilder werden montiert

Unsere Schilder werden montiert

Dank der Unterstützung des Bauhofs der Stadt sind in den letzten Tagen bereits etliche Rahmen für die Schilder unseres neuen Rundwegs errichtet worden. Heute morgen wurden dann die ersten Schilder montiert. Wenn alles wie geplant läuft, wird der komplette „Rundweg Gronauerwald“ bis zur Eröffnung am 17.08. beschildert sein!

Eröffnung des „Rundwegs Gronauerwald“ am 17.08.2020

Eröffnung des „Rundwegs Gronauerwald“ am 17.08.2020

Mit dem neuen „Rundweg Gronauerwald“ entdecken Interessierte die von Anna und Richard Zanders vor über 100 Jahren initiierte Gartensiedlung Gronauerwald und lernen viel über die Geschichte und die Architekten dieser ehemaligen Werkssiedlung. Der Rundweg wird am Montag, dem 17.08.2020, um 15:00 Uhr am Platz an der Eiche im Beisein von Bürgermeister Lutz Urbach eröffnet.

Konzipiert und gestaltet hat den Rundweg, der aus insgesamt 12 Stationen besteht, der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauerwald. Für jede Station wurde ein Schild entworfen, auf dem die unmittelbare Umgebung in vielen historischen Fotos gezeigt sowie Hintergrundwissen zu den beteiligten Baumeistern und dem städtebaulichen Konzept vermittelt wird. Außerdem zeigt jedes Schild einen Überblick über den Rundgang, der insgesamt ca. 2,7km lang ist.

Der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauerwald setzt sich seit über 10 Jahren für den Erhalt und die Pflege der Siedlung ein und möchte die Anwohner für die Geschichte sowie die Entwicklungen in der erhaltenswerten und städtebaulich bedeutenden Siedlung sensibilisieren. Darüber hinaus geht es darum, das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identifikation mit der Siedlung zu stärken. Der Freundeskreis organisiert zu diesem Zweck monatliche Stammtische, große Sommerfeste, Ausstellungen und Baumpflanzaktionen, er gestaltet außerdem regelmäßig Flyer mit Informationen aus der Siedlung, die an über 700 Haushalte verteilt werden. Auch die Teilnahme an den jährlichen Stadtfesten in Bergisch Gladbach, die Teilnahme am bundesweiten Tag des Denkmals, Führungen durch die Siedlung, Müllsammelaktionen, die Dokumentation schützenswerter Bäume sowie Gespräche mit neuen Anwohnern und Bauherren zum behutsamen Umbau erworbener Objekte im Sinne der Gartensiedlung zählen zu den Aktivitäten des Freundeskreises. Auf Initiative des Freundeskreises wurde in den letzten Jahren beispielsweise ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, eine Denkmalbereichssatzung, eine Gestaltungsfibel, eine Baumschutzsatzung, eine Erhaltungssatzung für das Siedlungsgebiet und die Prüfung diverser Gebäude auf Denkmalwürdigkeit realisiert.

Anna und Richard Zanders errichteten ab 1898 – inspiriert durch die englische Gartenstadt-Bewegung – in der Nähe des Fabrikstandortes Gohrsmühle eine Siedlung für ihre Arbeiter und Angestellten. Große Bäume, Wiesen und der Lerbach wurden in diese neue Vorstadt integriert. Ein zentraler Platz und locker gruppierte Einfamilienhäuser auf großen Parzellen mit Nutz- und Ziergärten sollten eine wie gewachsen erscheinende Ortschaft bilden. Die Stifter wollten für ihre Mitarbeiter ein erschwingliches und architektonisch ansprechendes Wohnen ermöglichen. Trotz vieler Veränderungen gehört die Gartensiedlung Gronauerwald immer noch zu den bedeutendsten Siedlungsprojekten im Rheinland.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Unsere Schilder sind da!

Diese Meldung ist bestimmt nicht weltbewegend – aber in diesen Tagen freuen wir uns doch alle über positive Nachrichten, oder? In der vergangenen Woche sind die Schilder, die wir bei uns in der Gartensiedlung aufstellen wollen, bei uns angekommen! Sie sehen toll aus und wir sind begeistert! Angesichts der SARS-CoV2-Pandemie können wir allerdings derzeit noch keine konkreten Pläne zur Aufstellung der Schilder machen – da müssen wir alle noch etwas Geduld haben.

Wer ganz ungeduldig ist (oder grade viel Zeit hat), kann aber schon mal einen Blick auf https://fggw.de/rundweg/ riskieren. Auf dieser Seite finden Sie die Informationen, die wir auch auf den Schildern präsentieren. Im Augenblick ist diese Seite noch nicht vollständig – es fehlen noch Bilder und ggf. Zusatzinformationen. Wir bitten diesbezüglich um Nachsicht 😉

Ein Rundweg durch die Gartensiedlung

Seit vielen Jahren organisiert der Freundeskreis regelmäßig Führungen durch die Gartensiedlung, bei denen Interessierte jede Menge Informationen und Details über die Geschichte der Zanders-Siedlung erfahren.

Nun möchte der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauerwald als Ergänzung dazu für alle Interessierten einen Rundweg durch die Siedlung einrichten. Anhand mehrerer Schilder, die im öffentlichen Raum aufgestellt werden sollen, können dann Interessierte selbstständig besonders schöne Ecken in unserer Nachbarschaft entdecken und finden weitere Informationen zu einzelnen Bauten und deren Architekten sowie historische Fotos.

Wir haben dafür eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie zusätzlich eine private Spende erhalten und danken herzlich. Anbei finden Sie eine Pressemeldung dazu sowie einen ersten Entwurf der geplanten Schilder.